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Alter Hafen

Historische Anlage und Denkmal, Historisches Erbe Um Marseille 1er

  • Mit 2 600 Jahren ist Marseille die älteste Stadt Frankreichs. Gegründet wurde sie 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung von Griechen, die aus Phokäa kamen (heute zu Izmir in der Türkei gehörend), und sich in der von Keltoliguren besiedelten Calanque Lacydon niederließen. Der Legende nach ist eine Liebesgeschichte zwischen Protis, dem Griechen, und Gyptis, der Tochter des keltoligurischen Häuptlings, der Anlass für die Gründung von Massalia. Gyptis verschmähte Prinzen und andere Hochgeborene, um...
    Mit 2 600 Jahren ist Marseille die älteste Stadt Frankreichs. Gegründet wurde sie 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung von Griechen, die aus Phokäa kamen (heute zu Izmir in der Türkei gehörend), und sich in der von Keltoliguren besiedelten Calanque Lacydon niederließen. Der Legende nach ist eine Liebesgeschichte zwischen Protis, dem Griechen, und Gyptis, der Tochter des keltoligurischen Häuptlings, der Anlass für die Gründung von Massalia. Gyptis verschmähte Prinzen und andere Hochgeborene, um ihren schönen Abenteurer zu heiraten....
    Der Ort wurde bewußt gewählt, denn die Nordseite der Calanque war durch drei Hügel geschützt, die heute unter dem Namen Saint-Laurent, Les Moulins und Les Carmes bekannt sind, und verfügte mit der Quelle des Lacydon zudem über Trinkwasser. Weiterhin bildeten die Inseln Pomègues und Ratonneau eine natürliche und nicht zu verachtende Schutzbarriere. Während der gesamten Antike und dem Mittelalter entwickelte sich die Stadt, die im Griechischen unter Massalia, im Lateinischen unter Massilia und im Provenzalischen unter Masiho bekannt war, auf der Nordseite des heutigen Hafens. Das änderte sich erst 1666 unter Ludwig XIV, der die Erweiterung der Stadt gen Süden angeordnet hatte. Seitdem wurde die Hafenzufahrt von zwei Festungen bewacht, dem Fort Saint-Nicolas im Süden und dem Fort Saint-Jean im Norden.
    Die Metallkonstruktion der Schwebefähre, die 1903 bei den Ateliers Arnodin in Auftrag gegeben und zwei Jahr später eingeweiht wurde, war ein weiteres Emblem des Alten Hafens. 1944 wurde einer der Träger der Schwebefähre durch eine Explosion beschädigt. Nach dem Krieg wurde sie vollständig abgerissen. Die den Marseillern teure Schwebefähre wurde jedoch glücklicherweise in Bildern, Fotografien und Filmen verewigt.
    Das Ferry-boat.
    Mehrmals täglich fährt vor dem historischen Rathaus das den Alten Hafen überquerende Ferryboat ab, das Marcel Pagnol so sehr mochte. Im Juni 1880 machte es seine Jungfernfahrt auf der seither berühmten Strecke "Rathaus - Place aux Huiles".
    Saint Ferreol. Les Augustins
    Auf dem Platz der heutigen Kirche befand sich im 12. Jahrhundert die Kommende des Templerordens. Nach der Auflösung des Templerordens und der Zerstreuung seiner Mitglieder erwarben die Augustiner die Gebäude im Jahr 1369. Sie erbauten die gothische Kirche, die zwar im Jahr 1542 geweiht, jedoch erst im Jahr 1588 fertiggestellt wurde. Der äußerst italienisch anmutende Glockenturm stammt aus dem 18. Jahrhundert. Während der französischen Revolution wurden die Gebäude des Klosters einzeln verkauft und lediglich die Kirche blieb erhalten. 1803 wurde sie zur Pfarrkirche erklärt und im Gedenken an die 1794 zerstörte Stiftskirche Saint-Ferréol (die auf dem Platz der heutigen Präfektur stand, Place Félix Baret) dem gleichnamigen Heiligen geweiht. Ursprünglich bestand die Kirche aus 5 Schiffen und 12 Seitenkapellen. 1804 mussten jedoch 2 Kirchenschiffe städtebaulichen Maßnahmen weichen, wodurch die Harmonie des Kirchenbaus aus dem Gleichgewicht geriet. Nachdem die Rue Impériale (die heutige Rue de la République) angelegt wurde, schuf Désiré Michel eine neue Fassade im neo-barocken Stil.
    Im Inneren der Kirche ist Sehenswertes erhalten, wie die unter Denkmalschutz stehende Kanzel, der Hochaltar aus mehrfarbigem Marmor, die Reliquienbüste von Saint-Ferréol sowie die Gemälde des provenzalischen Malers Michel Serre. In der Kirche wurden lange Zeit die Gebeine des Heiligen Ludwig von Anjou aufbewahrt, die 1423 von den Aragoniern bei der Plünderung der Stadt geraubt, und erst 1956 wieder an Marseille zurückgegeben wurden.
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