Willkommen in Nîmes, dem ehemaligen Nemausus, einer der am besten erhaltenen römischen Städte. Die Entdeckungstour beginnt mit den Höhepunkten der antiken Stadt. Die Arena, majestätisch und perfekt in das städtische Leben integriert, dominiert das Stadtzentrum. Nur wenige Schritte weiter offenbart das Maison Carrée, ein römischer Tempel, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, seine perfekten Proportionen und seine zeitlose Eleganz.
Was wir an Nîmes besonders lieben: Hinter jeder Ecke wartet eine neue Entdeckung. Ein Herrenhaus, ein kunstvoll verziertes Tor, Sprossenfenster, ein antikes Überbleibsel – halten Sie die Augen offen.
Wir gehen weiter entlang des Quai de la Fontaine, der uns zu den gleichnamigen Gärten führt. Im Herbst sind die Farben dort besonders sanft. Inmitten von Wasserbecken, Statuen und schattigen Alleen entdecken wir den Diana-Tempel und etwas höher gelegen den imposanten Tour Magne, das einzige gallorömische Überbleibsel der einst 80 Türme und den höchsten Punkt der Stadt.
Um diese jahrtausendealte Geschichte besser zu verstehen, bietet das Musée de la Romanité einen zeitgenössischen Kontrapunkt. Seine fließende Ausstellungsgestaltung ermöglicht es, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden und die Überreste in eine zugängliche und zeitgemäße Lesart der Stadt einzubetten.
Gegen Mittag führt uns der Appetit ganz natürlich zu den Halles. Hier offenbart Nîmes eine weitere Facette seiner Identität: die des Geschmacks. Brandade, Käse aus den Cevennen, lokale Spezialitäten und saisonale Produkte bilden eine kulinarische Palette, die ebenso viel über die Region erzählt wie ihre Landschaften.
Man würde es dort nicht unbedingt erwarten, doch Nîmes überrascht mit seiner modernen Kreativszene. Bei einem Bummel durch die Stadtteile Gambetta und Richelieu lassen sich die urbanen Wandmalereien der Ausstellung „Expo de Ouf!“ entdecken – eine echte Galerie unter freiem Himmel.
Und schließlich ist ein Besuch in Nîmes undenkbar, ohne auf die historische Verbindung zur Denim-Taille einzugehen, einem Stoff, dessen Name hier seinen Ursprung hat. Das Musée du Vieux Nîmes zeichnet diese Textilgeschichte nach, ergänzt durch den Besuch der „Ateliers de Nîmes“, wo man sich in die Kunst des Indigo-Färbens oder des Webens einführen lassen kann (Workshops müssen im Voraus gebucht werden). Eine schöne Möglichkeit, das lokale Know-how kennenzulernen, bevor man einen Abstecher in die Boutique in der Innenstadt macht.
Die GPX-Route unseres Tages finden Sie hier.
























