Anlässlich dieser neuen Ausstellung bietet Préau des Accoules - musée des enfants einen Rundgang an, der Objekte und Kunstwerke von der Antike bis zur Gegenwart aus den Sammlungen aller Museen in Marseille miteinander verbindet.
AUSSTELLUNGSPRÄSENTATION
Kindheit anders betrachten
"L'art de grandir" bietet eine Reise durch die Darstellungen der Kindheit in den Sammlungen der Museen von Marseille, von der Antike bis heute. Anhand einer Auswahl von Werken aus den Beständen des Kulturerbes, der Ethnografie und der Kunst stellt die Ausstellung die Frage, wie die Künstler und die Gesellschaften, die sie widerspiegeln, Kinder gesehen, verstanden und dargestellt haben.
Eine Ausstellung, die für Kinder gedacht ist
Die Ausstellung wurde vom Musée des enfants - Préau des Accoules konzipiert und realisiert und richtet sich in erster Linie an ein junges Publikum: Jeder Bereich der Ausstellung wurde so konzipiert, dass er Neugier, Beobachtung und persönlichen Ausdruck fördert.
Mit Hilfe von Spielgeräten, animierten Führungen und Workshops zur künstlerischen Praxis werden die Kinder zu Akteuren ihrer Entdeckung: Bilder verstehen, Emotionen spüren, mit der Kreation experimentieren.
Ein universelles Thema: Die Kindheit in der Kunst
- Das Kind in der Kunstgeschichte
- Die Darstellung des Kindes hat immer die sozialen, geistigen und kulturellen Vorstellungen einer Epoche widergespiegelt:
- Antike: realistische Darstellung, Körperstudien und Porträts.
- Mittelalter: Sakrales Bild, das sich auf das Jesuskind konzentriert.
- 17. Jahrhundert: Idealisierung und Hoffnung, das Kind wird zu einem eigenständigen Subjekt.
- 19. Jahrhundert: Aufkommen von Realismus, Freiheit und Spontaneität.
- Moderne Zeit: Das Kind wird zu einem Spiegel unserer Gesellschaft und unserer Gefühle.
- Künstler haben Kinder im Laufe der Jahrhunderte sowohl als Erben, Symbole, Arbeiter, Träumer oder Zeugen ihrer Zeit dargestellt.
AUSSTELLUNGSRUNDGANG
1. Geboren werden und aufwachsen: Kinder in Mythen und Religionen
Die Ausstellung beginnt mit den symbolischen Darstellungen der Kindheit in den großen Zivilisationen.
In der griechisch-römischen Mythologie verkörpern die Kindergötter (Eros, Dionysos, Hermes oder Herakles) Liebe, Vitalität, List oder Mut.
Im alten Ägypten steht Harpokrates, der Sohn von Isis und Osiris, für Jugend und Wiedergeburt.
In der christlichen Religion nimmt das Jesuskind einen zentralen Platz ein: Als Symbol der Menschwerdung und der Hoffnung inspiriert es unzählige Werke, die von Zärtlichkeit und Glauben geprägt sind.
2. Kindheit und Rituale der Welt
Beim Durchstöbern der ethnografischen Objekte und Erzählungen erfährt der Besucher, wie die Kindheit anderswo gelebt wird.
Bei den Wayana (Guyana) markiert das Maraké-Ritual den Übergang zum Erwachsenenalter: eine Initiationsprüfung, bei der sich Mut und Weitergabe vermischen.
Bei den Dan Yacouba (Elfenbeinküste) wird der Eintritt in die Gesellschaft von Poro von Tänzen und heiligen Masken begleitet: ein Gründungsmoment des Lernens und des Zusammenhalts.
Diese Traditionen veranschaulichen den Reichtum der Weltanschauungen und die wesentliche Rolle der Kinder für den Fortbestand der menschlichen Gesellschaften.
3. Das Kind in der westlichen Gesellschaft
Die Ausstellung untersucht dann die Darstellungen des Kindes in der europäischen Kunst:
In den Porträts des Adels symbolisiert das Kind Kontinuität, Abstammung und Familienwerte. Kleidung, Schmuck und Accessoires spiegeln den Rang und die Würde der jeweiligen Familie wider.
In den Genreszenen des 19. Jahrhunderts werden Kinder zu Helden des Alltags:
Sie spielen, lesen, träumen und lernen. Die Künstler fangen ihre Spontaneität und Freiheit in einem realistischeren und sensibleren Ansatz ein.
Bescheidene und arbeitende Kinder zeugen von den sozialen Realitäten der damaligen Zeit:
Die industrielle Revolution, die Arbeit von Bergleuten und Arbeitern, aber auch die Anfänge der Schulpflicht und die Entstehung der Kinderrechte.
4. Zeitgenössische Blicke
Die Ausstellung endet mit fotografischen und zeitgenössischen Werken, insbesondere von Julia Pirotte, einer Fotografin, die während des Zweiten Weltkriegs nach Marseille geflohen war.
Ihre Aufnahmen von Kindern im Alten Hafen oder im Lager Bompard zeugen von Widerstandsfähigkeit, Solidarität und Menschlichkeit in den dunkelsten Momenten.
Durch diese Blicke der Künstler bleibt die Kindheit ein Spiegel unserer Welt: frei, zerbrechlich, wesentlich.
DAS KIND UND SEINE RECHTE
Als Echo auf den künstlerischen Parcours zeichnet ein Bereich des Museums die Geschichte der Kinderrechte anhand der großen internationalen Etappen nach:
1924 - Genfer Erklärung (Völkerbund)
1959 - Erklärung der Rechte des Kindes (Vereinte Nationen)
1989 - Internationales Übereinkommen über die Rechte des Kindes.
2002 - Sondersitzung der Vereinten Nationen "Eine kindergerechte Welt".
Diese Texte erinnern daran, wie sehr sich der Blick auf die Kindheit gewandelt hat: vom Schutz zur Anerkennung des Kindes als Subjekt mit Rechten und Mitspracherecht.
RUND UM DIE AUSSTELLUNG
Während der gesamten Spielzeit wird "Die Kunst des Erwachsenwerdens" von Höhepunkten begleitet:
- Aufführungen und Performances im Zusammenhang mit Kindheit und Kreativität,
- Begegnungen und Konferenzen rund um die Vorstellungen des Kindes,
- Workshops für Familien und Schulklassen, die von den Vermittlerinnen und Vermittlern des Museums geleitet werden,
- Partnerschaften mit anderen städtischen Kultureinrichtungen und Einrichtungen für Kleinkinder.
Kindermuseum - Préau des Accoules (Vorhof der Accoules)
29 montée des Accoules - 13002 Marseille.
Tel.: 04 13 94 83 85
Mail: [email protected]
Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag, 16:00-18:00 Uhr (freie Besichtigungen).
Geschlossen: Sonntag, Montag und Feiertage.
(1. Januar, 1. Mai, 1. und 11. November, 25. Dezember)
Besichtigungen und Workshops nach Anmeldung
Einzelpersonen: Geführte Besichtigungen mittwochs um 14 Uhr und samstags um 10 und 14 Uhr.
Schulferien: dienstags bis freitags um 14 Uhr und samstags um 10 und 14 Uhr.
Schulklassen und Freizeitzentren: von Dienstag bis Freitag vormittags, nach Voranmeldung.
Freier Eintritt
► Um sicherzustellen, dass Sie den vollständigen Besuch aller unserer Ausstellungsräume erhalten, sollten Sie das Museum vor Ihrem Besuch kontaktieren.
► Alle Besichtigungen und Aktivitäten rund um die Ausstellung sind auf der Website musees.marseille.fr verfügbar.
Kindheit anders betrachten
"L'art de grandir" bietet eine Reise durch die Darstellungen der Kindheit in den Sammlungen der Museen von Marseille, von der Antike bis heute. Anhand einer Auswahl von Werken aus den Beständen des Kulturerbes, der Ethnografie und der Kunst stellt die Ausstellung die Frage, wie die Künstler und die Gesellschaften, die sie widerspiegeln, Kinder gesehen, verstanden und dargestellt haben.
Eine Ausstellung, die für Kinder gedacht ist
Die Ausstellung wurde vom Musée des enfants - Préau des Accoules konzipiert und realisiert und richtet sich in erster Linie an ein junges Publikum: Jeder Bereich der Ausstellung wurde so konzipiert, dass er Neugier, Beobachtung und persönlichen Ausdruck fördert.
Mit Hilfe von Spielgeräten, animierten Führungen und Workshops zur künstlerischen Praxis werden die Kinder zu Akteuren ihrer Entdeckung: Bilder verstehen, Emotionen spüren, mit der Kreation experimentieren.
Ein universelles Thema: Die Kindheit in der Kunst
- Das Kind in der Kunstgeschichte
- Die Darstellung des Kindes hat immer die sozialen, geistigen und kulturellen Vorstellungen einer Epoche widergespiegelt:
- Antike: realistische Darstellung, Körperstudien und Porträts.
- Mittelalter: Sakrales Bild, das sich auf das Jesuskind konzentriert.
- 17. Jahrhundert: Idealisierung und Hoffnung, das Kind wird zu einem eigenständigen Subjekt.
- 19. Jahrhundert: Aufkommen von Realismus, Freiheit und Spontaneität.
- Moderne Zeit: Das Kind wird zu einem Spiegel unserer Gesellschaft und unserer Gefühle.
- Künstler haben Kinder im Laufe der Jahrhunderte sowohl als Erben, Symbole, Arbeiter, Träumer oder Zeugen ihrer Zeit dargestellt.
AUSSTELLUNGSRUNDGANG
1. Geboren werden und aufwachsen: Kinder in Mythen und Religionen
Die Ausstellung beginnt mit den symbolischen Darstellungen der Kindheit in den großen Zivilisationen.
In der griechisch-römischen Mythologie verkörpern die Kindergötter (Eros, Dionysos, Hermes oder Herakles) Liebe, Vitalität, List oder Mut.
Im alten Ägypten steht Harpokrates, der Sohn von Isis und Osiris, für Jugend und Wiedergeburt.
In der christlichen Religion nimmt das Jesuskind einen zentralen Platz ein: Als Symbol der Menschwerdung und der Hoffnung inspiriert es unzählige Werke, die von Zärtlichkeit und Glauben geprägt sind.
2. Kindheit und Rituale der Welt
Beim Durchstöbern der ethnografischen Objekte und Erzählungen erfährt der Besucher, wie die Kindheit anderswo gelebt wird.
Bei den Wayana (Guyana) markiert das Maraké-Ritual den Übergang zum Erwachsenenalter: eine Initiationsprüfung, bei der sich Mut und Weitergabe vermischen.
Bei den Dan Yacouba (Elfenbeinküste) wird der Eintritt in die Gesellschaft von Poro von Tänzen und heiligen Masken begleitet: ein Gründungsmoment des Lernens und des Zusammenhalts.
Diese Traditionen veranschaulichen den Reichtum der Weltanschauungen und die wesentliche Rolle der Kinder für den Fortbestand der menschlichen Gesellschaften.
3. Das Kind in der westlichen Gesellschaft
Die Ausstellung untersucht dann die Darstellungen des Kindes in der europäischen Kunst:
In den Porträts des Adels symbolisiert das Kind Kontinuität, Abstammung und Familienwerte. Kleidung, Schmuck und Accessoires spiegeln den Rang und die Würde der jeweiligen Familie wider.
In den Genreszenen des 19. Jahrhunderts werden Kinder zu Helden des Alltags:
Sie spielen, lesen, träumen und lernen. Die Künstler fangen ihre Spontaneität und Freiheit in einem realistischeren und sensibleren Ansatz ein.
Bescheidene und arbeitende Kinder zeugen von den sozialen Realitäten der damaligen Zeit:
Die industrielle Revolution, die Arbeit von Bergleuten und Arbeitern, aber auch die Anfänge der Schulpflicht und die Entstehung der Kinderrechte.
4. Zeitgenössische Blicke
Die Ausstellung endet mit fotografischen und zeitgenössischen Werken, insbesondere von Julia Pirotte, einer Fotografin, die während des Zweiten Weltkriegs nach Marseille geflohen war.
Ihre Aufnahmen von Kindern im Alten Hafen oder im Lager Bompard zeugen von Widerstandsfähigkeit, Solidarität und Menschlichkeit in den dunkelsten Momenten.
Durch diese Blicke der Künstler bleibt die Kindheit ein Spiegel unserer Welt: frei, zerbrechlich, wesentlich.
DAS KIND UND SEINE RECHTE
Als Echo auf den künstlerischen Parcours zeichnet ein Bereich des Museums die Geschichte der Kinderrechte anhand der großen internationalen Etappen nach:
1924 - Genfer Erklärung (Völkerbund)
1959 - Erklärung der Rechte des Kindes (Vereinte Nationen)
1989 - Internationales Übereinkommen über die Rechte des Kindes.
2002 - Sondersitzung der Vereinten Nationen "Eine kindergerechte Welt".
Diese Texte erinnern daran, wie sehr sich der Blick auf die Kindheit gewandelt hat: vom Schutz zur Anerkennung des Kindes als Subjekt mit Rechten und Mitspracherecht.
RUND UM DIE AUSSTELLUNG
Während der gesamten Spielzeit wird "Die Kunst des Erwachsenwerdens" von Höhepunkten begleitet:
- Aufführungen und Performances im Zusammenhang mit Kindheit und Kreativität,
- Begegnungen und Konferenzen rund um die Vorstellungen des Kindes,
- Workshops für Familien und Schulklassen, die von den Vermittlerinnen und Vermittlern des Museums geleitet werden,
- Partnerschaften mit anderen städtischen Kultureinrichtungen und Einrichtungen für Kleinkinder.
Kindermuseum - Préau des Accoules (Vorhof der Accoules)
29 montée des Accoules - 13002 Marseille.
Tel.: 04 13 94 83 85
Mail: [email protected]
Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag, 16:00-18:00 Uhr (freie Besichtigungen).
Geschlossen: Sonntag, Montag und Feiertage.
(1. Januar, 1. Mai, 1. und 11. November, 25. Dezember)
Besichtigungen und Workshops nach Anmeldung
Einzelpersonen: Geführte Besichtigungen mittwochs um 14 Uhr und samstags um 10 und 14 Uhr.
Schulferien: dienstags bis freitags um 14 Uhr und samstags um 10 und 14 Uhr.
Schulklassen und Freizeitzentren: von Dienstag bis Freitag vormittags, nach Voranmeldung.
Freier Eintritt
► Um sicherzustellen, dass Sie den vollständigen Besuch aller unserer Ausstellungsräume erhalten, sollten Sie das Museum vor Ihrem Besuch kontaktieren.
► Alle Besichtigungen und Aktivitäten rund um die Ausstellung sind auf der Website musees.marseille.fr verfügbar.






