Inspiriert von den Gedanken des Schriftstellers Baptiste Morizot, bearbeitet Clara Hedouin seinen Essay Manières d'être vivant frei und macht daraus ein philosophisches, sensibles und leuchtendes Theaterstück.
Im Vercors-Gebirge hält eine Gruppe von Wanderern Ausschau nach Vögeln, die auf dem Weg nach Afrika sind. Sie zählen Schwalben, Sperlinge und Meisen und staunen über ihre Schönheit, bevor sie sich auf die Spuren des legendärsten Bewohners der Berge begeben: des Wolfs. Sobald die Nacht hereingebrochen ist, ist ein Heulen zu hören. Sucht das Tier Kontakt? Vor der Kulisse der Natur stellen sechs Darsteller die Ermittlungen an. Wie kann man als Mensch die Umgebung, in der der Wolf lebt, erforschen? Wie passt man sich an diese wilde Welt an? Wie baut man eine Beziehung zu diesem Lebewesen auf? Die Schauspielerinnen und Schauspieler verwandeln die Bühne im Wechsel von Aktionen und Reflexionen allmählich in ein weites philosophisches Feld. Sie alle nehmen uns mit in einen Strudel von Ideen, in eine Kaskade von Metaphern, die neu definieren, was "leben" bedeutet.

