Geschichte des ältesten Festivals Frankreichs
Die 1869 ins Leben gerufenen Chorégies von Orange gelten als das älteste Festival Frankreichs für darstellende Kunst. Bevor es jedoch so hieß, wurde der Name des Festivals mehrmals geändert: es war zunächst als „Fêtes Romaines“ und dann als „Représentation Nationale“ bekannt, bevor es schließlich 1903 Chorégies von Orange getauft wurde. Der Name leitet sich aus dem altgriechischen Wort „khorêgos“ ab, das wohlhabende Bürger bezeichnete, die Theateraufführungen finanzierten und organisierten. Die Choregia war somit eine kulturelle Leiturgie, welche den die Aufführungen ermöglichenden Mäzenen Ansehen und Einfluss verschaffte. Über die Finanzierung hinaus war der Choregos dafür zuständig, Schauspieler, Autoren und Statisten anzuwerben und den Sprech- oder Gesangschor zusammenzustellen. Diesen Gedanken der Choregia, alle Theaterprotagonisten zu versammeln, spiegelt auch das Festival in seiner heutigen Form wider.

„Cendrillon“ bei den Chorégies d'Orange im Vaucluse
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