Beschreibung
Die Kunst des Missverständnisses
Gilles Boudot spielt damit, den Betrachter über das Bild, das sich seinem Blick bietet, zu täuschen. In seinen verschiedenen Serien findet man falsche Hafenlandschaften, Alltagsgegenstände, die von unsichtbaren Kräften bewegt zu werden scheinen.
In der Serie "Ustensiles" imitiert er auf heitere Weise die berühmten Fotos von Industrieanlagen von Bernd und Hilla Becher. Zur formalen Schönheit der Bilder, die Gilles Boudot herstellt, kommt das jubilierende Vergnügen, das der Betrachter empfindet, wenn er den Trick entdeckt, den der Künstler angewandt hat. So kam ihm kürzlich die Idee, die uralte Technik der Lochkamera wieder aufleben zu lassen, die auch heute noch von einigen Künstlern praktiziert wird, die auf abenteuerliche Experimente aus sind.
In dieser Serie mit dem Titel "20 Sekunden" faszinieren nackte Personen, deren Gesichtszüge nicht mehr erkennbar sind, den Betrachter durch ihre geisterhafte Präsenz und die Poesie, die von ihnen ausgeht.
