Beschreibung
Auf halbem Weg zwischen dem Dorf Porquerolles und der Villa Carmignac bietet das Fort Sainte-Agathe, das im 16. Jahrhundert unter François Ier errichtet wurde, einen 360°-Blick auf die Insel. In diesem Jahr bespielt der Künstler Julian Charrière das Innere des Forts.
Angeregt durch die Geschichte von Agathe von Catania, die dem Fort seinen Namen gab und die man anrief, um sich u. a. vor Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Bränden zu schützen, lädt uns Julian Charrière zu einem meditativen Tauchgang in das Innere der Erde ein.
In der Mitte des Raumes, auf einer nebelverhangenen Plattform, dreht sich ein leuchtender Zylinder, der über einem Onyxblock hängt, aus dem er herausgeholt wurde. Das rotierende Herz ist von vertikalen Schlitzen durchzogen und beleuchtet mit seinen Strahlen den umliegenden Raum.
Der Künstler schlägt uns vor, uns um den Stein herum zu legen, unseren Kopf auf das aus Kohle geschnitzte Kissen zu legen und unsere Augenlider zu schließen. In der Stille nehmen wir die Klänge zweier Vulkane wahr: Geldingadalir (Island) und Erta Ale (Äthiopien).
Wie ein innerer Leuchtturm lässt sich dieses hypnotische Lichtgerät mit geschlossenen Augen betrachten und lädt uns zu einer Meditation ein, die von Brion Gysins historischer Dreamachine (1960) inspiriert ist.
In diesem Moment der aktiven Ruhe tauschen sich zwei geologische Riesen mit uns in einer unbekannten Sprache aus, ein Dialog mit der Mineralwelt, der durch einen Zustand zwischen Traum und Realität ermöglicht wird.








