Beschreibung
Isabelle Vaillant ist zwar für ihre Arbeit als Fotografin bekannt, meine Aufmerksamkeit haben jedoch ihre Zeichnungen erregt.
Isabelle Vaillant ist zwar für ihre Arbeit als Fotografin bekannt, doch es sind ihre Zeichnungen, die meine Aufmerksamkeit erregt haben. Man spürt darin die Dringlichkeit, das Bedürfnis, etwas zu hinterlegen. Mit Tinte oder Bleistift zeigt sie eine direkte, ungefilterte Intimität. Vaillant ist eine Künstlerin, die sich selbst formt, mehr aus dem Impuls als aus der Theorie. Ihre Arbeit ist instinktiv, getragen von einem Ausdruck, der frei von jeglichem Akademismus ist.
Sie zeichnet ohne Berührungsängste. Ihre Beziehung zur Schöpfung ist direkt und frontal. Sie spricht ohne Umwege oder Hierarchien die Kindheit, die Sexualität und den Tod an. Der Körper nimmt einen zentralen Platz ein: oft nackt, verlängert durch übergroße Arme, die sich um sich selbst oder andere Figuren winden. Die Arme, die Augen und die Körper suchen und verbinden sich.
Seine Figuren, die manchmal einen animalischen Touch haben, bewegen sich in einem Universum, das von Ängsten und Bildern aus den Albträumen der Kindheit durchzogen ist, die das sensible Gerüst seiner Arbeit zu bilden scheinen. In diesen Zeichnungen findet man den Wunsch, so nah wie möglich am Leben zu bleiben. Es gibt Spannung, aber auch Zärtlichkeit. Sie bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Stärke und Zerbrechlichkeit, mit einer Energie, die nicht versucht, zu verschönern, sondern zu liefern.
