Beschreibung
De natura rerum empfängt den Mittelalterhistoriker Pierre-Olivier Dittmar zu seinem neuesten (und spannenden) Werk: L'invention de l'animal. Essai d'anthropologie médiévale (Gallimard, "Bibliothèque illustrée des histoires", März 2026).
Pierre-Olivier Dittmar (EHESS) kam im März 2025, um Les monstres des hommes vorzustellen. Un inventaire critique de l'humanité au XIIIe siècle, Pierre-Olivier Dittmar & Maud Pérez-Simon, éds & trads (Honoré Champion, "Classiques", August 2024).
L'invention de l'animal (Die Erfindung des Tieres). Essai d'anthropologie médiévale (Versuch einer mittelalterlichen Anthropologie).
Gallimard, "Bibliothèque illustrée des histoires" (Illustrierte Bibliothek der Geschichten), März 2026.
Im Mittelalter gab es keine Tiere. Schweine und Vögel, Ochsen und Wiesel, Kaninchen und Bären, Wölfe und Bienen, sogar Einhörner, ja. Aber auch wenn es viele Tiere gab, die ihr Territorium und viele andere Beziehungen mit den Menschen teilten, gab es das Tier als Kategorie, wie wir sie heute kennen, nicht. Die Erfindung dieses Konzepts schafft nicht nur eine Kluft zwischen den Menschen und dem Rest der Welt, sondern auch eine zweite, weniger sichtbare und intimere Teilung, die einen "tierischen Anteil" in jedem Individuum entstehen lässt. Das Ziel dieses Buches ist es, von einer Welt, einer Epoche zu zeugen, die diese doppelte Trennung nicht kannte und sie zum Vorschein brachte. An der Schnittstelle von Religions- und Geistesgeschichte, Kunst- und Ernährungsgeschichte beleuchtet es insbesondere anhand von Bildern eine besondere Art der Beziehung zum Lebendigen und einen entscheidenden Moment in der Geschichte der westlichen Gesellschaften.



