Beschreibung
Eine junge Frau, eine Tänzerin auf der Suche nach Leichtigkeit, glaubte, alles über ihren Großvater Berek, einen Überlebenden von Auschwitz, zu wissen. Doch nun wird sie seine geheimen Kämpfe entdecken
Anhand einer familiären Erzählung, die aus Recherchen, bisweilen skurrilen Begegnungen und bewegenden Zeitzeugenberichten besteht, beleuchtet „Rester Envie“ einen wenig bekannten Aspekt der Nachkriegsgeschichte. Gestützt auf Archivmaterial und von Rosemary Standley neu interpretierte Lieder lässt diese Inszenierung eine Reihe von Figuren aufleben, die ein noch immer lebendiges Erbe wieder zum Vorschein bringen.
Berek, der bei der Razzia im Vel d’Hiv deportiert wurde, verlor seine Frau, seine Kinder und seine Gesundheit. Doch hier zeichnet seine Enkelin ein ganz anderes Bild von ihm: das eines Mannes, der es aus tiefster Seele ablehnte, sich als Opfer zu sehen. Während er sich ein neues Leben aufbaute, wiederholte er immer wieder: „Besser, man weckt Neid als Mitleid.“ Als ob man dem Verlust einen unerbittlichen Wunsch nach Leben und Schönheit entgegenstellen müsste.
Text und Inszenierung: Judith Sibony
Originalmusik: Frédéric Verrières
Gesang: Rosemary Standley
Produktion: L’espace des mots
Koproduktion: Châteauvallon-Liberté, scène nationale






