Beschreibung
Éloïse Mercier konzipiert äußerst feinfühlige Stücke, die zum Zuhören einladen. Nach „Une goutte d’eau dans un nuage“ und „Les Meutes“ setzt sie ihre poetische Erkundung fort, bei der sie unsere inneren Landschaften mit den Tiefen des Meeres in Resonanz bringt.
Zwei Wohnungen, die sich spiegelbildlich gegenüberstehen, zwei Innenräume, die sich nicht gleichen, und zwei Nachbarn, die lernen werden, miteinander auszukommen. Wo beginnt das Innere und wo endet das Äußere? Warum sollte man aus seiner Hülle heraustreten, wenn die Außenwelt eine Bedrohung darstellen könnte?
In Anlehnung an „Mon oncle d’Amérique“ von Alain Resnais oder „Der Bau“ von Franz Kafka beleuchtet Éloïse Mercier die Diskrepanzen zwischen dem, was gesagt, gehört und verstanden wird. Begleitet vom Künstler und Forscher Antoine Bertin, der die Kommunikation von Fischen im Mittelmeer untersucht, verleiht sie ihrem Stück eine hybride Dimension zwischen Wissenschaft und Fiktion und widmet sich all den Dingen, die man nicht hört. Weil sie zu zart, flüchtig und mikroskopisch klein sind, aber auch, weil wir sie nicht hören wollen oder weil wir sie nicht in Worte fassen können.
Mit dieser Inszenierung hinterfragt sie unsere Fähigkeit, Beziehungen einzugehen: Sind wir im Grunde genommen nicht immer ein Rätsel für den anderen?
Text und Regie: Éloïse Mercier
Darsteller: Éloïse Mercier, Gautier Boxebeld und Thibault Duval.
Produktion: Cie Microscopique






