Beschreibung
Nach dem Tod ihres Vaters, eines algerischen Einwanderers, spürt Hannah, wie das Schweigen Risse bekommt. Ein Schweigen des Exils, der nicht weitergegebenen Sprache, der verschwiegenen Gewalt. Wer war dieser Mann aus Algerien, dessen Geschichte sie nicht kennt?
Ein schweigsamer, manchmal brutaler Vater, geprägt von Demütigung und dem Zwang, sich klein zu machen. Seine Angst schwappt über, seine Scham breitet sich aus, und etwas wird gegen seinen Willen weitergegeben. In Hannahs Körper lebt die Gewalt weiter. In ihren Liebesbeziehungen, in ihrer Art, sich in der Welt zu behaupten. Algerien bleibt da, abwesend und allgegenwärtig, wie eine Erinnerung, zu der man keinen Zugang hat. Also hält Hannah inne. Sie schaut hin. Sie versucht, es in Worte zu fassen. Vielleicht muss man den Vater begraben, noch bevor er stirbt, damit etwas aufhört zu zittern?
Text und Inszenierung: Iman Kerroua
Mit Yasmine Hadj Ali, Nathalie Dorion, Raymond Hosny, Iman Kerroua und Antoine Kobi
Produktion: Compagnie Mama Luna
Premiere im Liberté.





