Biwakzelt oberhalb eines Sees in Les Orres
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Biwak in Les Orres in den Hautes-Alpes

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Richtiges Verhalten beim Biwak

Es ist ein unglaubliches Erlebnis, mitten in den Naturparks Les Écrins, Queyras oder Verdon im Freien zu übernachten. Die Schönheit und Vielfalt der Natur dieser Nationalparks und regionalen Naturparks des Südens müssen allerdings bewahrt werden. Erfahren Sie das richtige Verhalten für ein respektvolles Biwak.

Biwakieren oder Campen: was ist der Unterschied?

Zunächst einmal müssen wir wissen, was das Biwakieren vom Campen unterscheidet, denn die beiden Aktivitäten belegen nicht dieselbe Stellung innerhalb unserer Naturräume und sind deshalb unterschiedlich geregelt. Ein Biwak ist ein einfaches Lager im Freien, das im Allgemeinen nur für eine Nacht und jeweils an einem anderen Ort aufgeschlagen wird. Beim Biwak möchten wir uns möglichst unauffällig in die Umgebung eingliedern. Zum Campen wiederum werden häufig größere Zelte mit umfangreicherer Ausstattung auf eigens dafür vorgesehenen Plätzen aufgebaut. Da das Campen sowohl tagsüber als auch in der Nacht eine größere Auswirkung auf die Umwelt hat, ist es insbesondere in Nationalparks nicht gestattet. Auch wenn jeder National- oder regionale Naturpark seine eigenen Vorschriften hat, ist dieser Unterschied zwischen Biwakieren und Campen nahezu allgemein gültig.

Grundregeln für ein naturbewusstes Biwak

Abgesehen von einem unauffälligen kleinen Zelt (in dem es nicht möglich sein darf zu stehen) sind noch weitere Regeln zu beachten, wenn Sie in den Nationalparks oder regionalen Naturparks Südostfrankreichs Ihr Biwak aufschlagen möchten:

  • In der Regel darf das Zelt ab 19 Uhr aufgestellt und muss am nächsten Morgen vor 8 oder 9 Uhr abgebaut werden.
  • Das Prinzip eines Biwaks besteht darin, bei einer Trekkingtour lediglich zu übernachten. Es ist daher verboten, mehr als eine Nacht am selben Ort zu verbringen.
  • Das Camp muss in mehr als einer Gehstunde Entfernung von Straßen, Parkplätzen, Hütten oder Grenzen des Parkinneren errichtet werden. Manche Parks gestatten Biwaks in der Nähe bestimmter Hütten.
  • Gaskocher sind erlaubt, offene Feuer sind jedoch verboten.
  • Es dürfen keine Abfälle zurückgelassen werden, und Abwässer (zum Beispiel vom Geschirrspülen) müssen in mehr als 50 Metern Abstand von Seen, Wasserläufen und Feuchtgebieten ausgeschüttet werden.
  • Aus Rücksichtnahme auf die Tierwelt sind Lärmbelästigung und Lichtverschmutzung zu vermeiden, besonders wenn Sie Ihr Biwak in anfälligen Bereichen oder während der Fortpflanzungszeit errichten.
Bivouac parc national des Écrins : préparer chez soi
Bivouac parc national des Écrins : préparer chez soi

Auskunft zu den lokalen Vorschriften einholen

Bei erhöhtem Besucheraufkommen können die Parks lokale Vorschriften erlassen. Es kommt zum Beispiel vor, dass bestimmte Bereiche für Biwaks ausgewiesen und andere hingegen gesperrt oder zeitweilig geregelt sind oder dass Höchstzahlen festgelegt werden usw. Um solche besonderen Regelungen im Voraus in Erfahrung zu bringen und sich darauf einzustellen, müssen Sie vor Ihrer Ankunft die Vorschriften des jeweiligen Parks auf seiner offiziellen Website, in den Empfangszentren der Parks oder in den Tourismusbüros einsehen. In manchen Parks wie dem Nationalpark Port-Cros und dem Nationalpark Calanques sind Biwaks im Zentrum des Parks generell nicht gestattet. Je mehr Auskünfte Sie einholen und je besser Sie sich vorbereiten, desto besser können Sie diese zauberhaften Orte, die unsere ganze Rücksichtnahme verdienen, genießen. Viel Spaß beim Biwak!

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